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Outdoor Fotoshooting am See in München

Ratgeber für Fotos in der Natur

Familienshooting Outdoor: I­deen, Lo­ca­tions und Tipps

Anja Jepsen Fotografin München

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Zuletzt aktualisiert am

Ein Familienfotoshooting draußen in der Natur ist eine schöne Gelegenheit, Bilder von der ganzen Familie aufzunehmen. In diesem Beitrag zeige ich euch schöne Locations und gebe Tipps und Anregungen

Ihr wollt Familienfotos draußen machen lassen und wisst noch nicht, wo, wann und wie das Ganze ablaufen soll? Genau darum geht es hier: um die Frage, welche Location zu euch passt, wann das Licht am schönsten ist, was bei Regen passiert und wie ein Shooting mit Kindern draußen reibungslos abläuft.

In diesem Beitrag gebe ich euch Tipps und Anregungen für euer Outdoor Familienshooting. Ob in der Stadt im Park, auf dem freien Land, in den Bergen oder an einem See, jede Location hat ihren eigenen Charme und bietet tolle Möglichkeiten für Bilder der ganzen Familie.

Entspannt in der nATUR

Kurz zu­sam­men­ge­fasst: Ent­spann­te Fa­mi­lien­fo­tos drau­ßen

Hier findest du die wesentlichen Inhalte des Beitrags kurz zusammengefasst:

  • Die Location richtet sich nach euch, nicht nach dem schönsten Hintergrund. Wald, See, Wiese, Park, Stadt oder euer eigener Garten: Der beste Ort ist meist ein Ort, an dem ihr euch gerne aufhaltet.
  • Die beste Uhrzeit ist die goldene Stunde, also die ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Ein gleichmäßig bewölkter Tag funktioniert genauso gut und ist mit kleinen Kindern oft der bessere Kompromiss.
  • Jede Jahreszeit geht. Wartet nicht auf den perfekten Monat, sondern fotografiert zum passenden Anlass. Was sich unterscheidet, sind Licht, Farben und die Frage, wie lange die Kinder mitmachen.
  • Bei Regen verschieben wir. Bei Wolken fotografieren wir, denn ein grauer Himmel ist fotografisch geeigneter als pralle Sonne.
  • Ein Outdoor Shooting dauert bei mir in der Regel ein bis zwei Stunden. Mitbringen solltet ihr Wechselkleidung, Snacks und etwas zu trinken, alles Weitere bringe ich mit.

Meilensteine eurer Familie

Warum ihr ein Outdoor Familienshooting ma­chen solltet

Draußen entstehen Bilder anders als im Studio. Eure Kinder müssen nicht stillsitzen, das Abendlicht ist weich statt gesetzt, und der Ort ist wunderschön. In dieser Atmosphäre wirken die Bilder später nicht gestellt.

Eure Kinder dürfen sich bewegen. Niemand muss auf einer Decke sitzen bleiben. Kinder klettern, sammeln, rennen weg und kommen wieder, und ich fotografiere um sie herum. Als Mutter von drei Kindern weiß ich, wie kurz die Zeitspanne ist, in der ein Kind mitmacht. Draußen wird sie länger, weil das Kind selbst etwas zu tun hat.

Ihr vergesst mich schneller. Die tiefe Nachmittagssonne ersetzt jeden Blitz, und ich fotografiere aus sicherer Entfernung, während ihr miteinander beschäftigt seid. Dabei entstehen die Bilder, die ihr später am liebsten mögt. Platz ist genug: Großeltern, Geschwister und der Hund dürfen mit.

Geeignete Plätze für euch

An wel­chen Lo­ca­tions könnt ihr euch drau­ßen fo­to­gra­fie­ren las­sen?

Es gibt nicht die eine beste Location. Es gibt die Location, die zu eurer Familie passt. Die entscheidende Frage ist nicht, wo es am schönsten aussieht, sondern wo eure Kinder sich schnell wohlfühlen.

Denkt einmal darüber nach, wo ihr als Familie ohnehin gerne seid. Am Wasser, im Wald, auf einer Wiese, im Park um die Ecke. Wenn ihr einen Ort habt, der euch etwas bedeutet, dann bringt ihn gerne ein.

Wald: geschütztes Licht und Ruhe

Der Wald ist der verlässlichste Ort, den ich kenne. Das Blätterdach filtert die Sonne, deshalb funktioniert er auch mittags, wenn draußen alles andere zu hart beleuchtet ist. Es ist windgeschützt, es ist ruhig, und Kinder finden hier innerhalb von Sekunden etwas zu tun: Stöcke, Moos, Zapfen, umgestürzte Bäume.

Der Nachteil ist die Kehrseite des Vorteils. An einem stark bewölkten Tag im Spätherbst wird es im Wald sehr dunkel. Dann weichen wir an den Waldrand aus, wo es heller ist und die Stimmung trotzdem bleibt.

See und Fluss: Wasser, Kies und Bewegung

Wasser beschäftigt Kinder wie kaum etwas anderes. Steine ins Wasser werfen, mit den Füßen hineinstehen, Kiesel sammeln: Das sind keine Fotoaufgaben, das machen sie von allein. Dazu kommt die Lichtqualität. Wasser reflektiert und hellt Gesichter von unten auf, besonders am Abend.

Rechnet damit, dass Kinder am Wasser nass werden. Das ist kein Problem, sondern Teil des Shootings, solange ihr Wechselkleidung dabeihabt.

Wiese und Feld: Weite und weiches Gegenlicht

Eine Wiese ist der klassische Ort für Familienfotos im Gegenlicht. Die Sonne steht am Abend tief hinter euch, das Gras leuchtet, und ihr bekommt diese warme, offene Bildwirkung, die viele Familien sich wünschen. Weite bedeutet außerdem, dass niemand im Hintergrund vorbeiläuft.

Zwei praktische Hinweise: Auf hohen Wiesen sind Zecken ein Thema, lange Hosen sind da eine gute Idee. Und im Hochsommer gibt es keinen Schatten, deshalb fotografieren wir dort erst am späten Nachmittag oder am Abend.

Park: nah, gut erreichbar, mit Spielraum

Der Park ist der pragmatische Ort. Kurze Anfahrt, Parkplatz, oft eine Toilette in der Nähe, und ein Spielplatz als Notfallplan, wenn ein Kind gerade nichts mehr will. Für Familien mit kleinen Kindern und engem Zeitfenster ist das häufig die beste Wahl.

Der Preis dafür sind manchmal andere Menschen im Bild. Ich arbeite mit Ausschnitt und Perspektive dagegen, und ich weiß, welche Ecken auch am Sonntagnachmittag ruhig sind.

Urban: Mauern, Treppen, Stadtlicht

Backsteinwände, Treppen, Unterführungen, Graffiti. Der urbane Look passt gut zu Familien mit größeren Kindern und Teenagern, die mit Wiese und Blümchen wenig anfangen können.

Für kleine Kinder ist das nach meiner Erfahrung selten der richtige Ort, weil es dort nichts zu entdecken gibt und die Geduld schnell aufgebraucht ist.

Euer Garten oder euer Zuhause draußen

Der vertrauteste Ort von allen. Keine Anfahrt, kein fremder Ort, die Kinder sind zuhause und verhalten sich entsprechend. Mit Babys und Kleinkindern ist der eigene Garten oft die entspannteste Lösung überhaupt: Wickeltisch, Mittagsschlaf und Snack sind zwei Schritte entfernt.

Ihr braucht dafür keinen perfekten Garten. Eine Hecke, ein Baum, eine Hausecke oder eine Decke im Gras reichen völlig.

Zu jeder Saison geeignet

Wel­che Jah­res­zeit passt für eu­er Out­door Fa­mi­lien­shoo­ting?

Jede Jahreszeit ist geeignet. Was sich unterscheidet, sind Licht, Farben und die Frage, wie lange eure Kinder draußen durchhalten. Ihr müsst also nicht auf den perfekten Monat warten.

Ich empfehle grundsätzlich, das Shooting zum passenden Anlass zu machen: zur Schwangerschaft, in den ersten Monaten mit dem Baby, zum Geburtstag etc. Der Anlass schlägt die Jahreszeit. Wer wartet, bis das Laub golden ist, hat oft kein Baby mehr auf den Bildern, sondern ein Kleinkind.

Outdoor Familien-Fotoshooting im Frühling

Im Frühling wird alles hell. Die Bäume schlagen aus, das Grün ist noch frisch, Obstbäume und Wiesen blühen. Die Temperaturen sind mild genug, dass auch kleine Kinder eine Stunde draußen entspannt mitmachen.

Praktisch dazu: Das Gras ist bis etwa Ende April noch kurz, ein Krabbelkind verschwindet also nicht darin. Die Obstblüte dauert nur rund zwei Wochen. Wer sie als Hintergrund haben will, muss kurzfristig entscheiden können. Und plant lieber gleich einen Ausweichtermin ein, das Wetter ist noch wechselhaft.

Familienfotos draußen im Sommer

Der Sommer bedeutet lange Tage, warmes Licht und Temperaturen, die bis in die Abendstunden hinein gute Bedingungen bieten. Es ist die Jahreszeit für lebendige Bilder: am See, auf einem Feld, im Park.

Rechnet damit, dass sich alles nach hinten verschiebt. Im Juni geht die Sonne spät unter, das gute Licht liegt also am späten Abend. Mittags sind die Schatten hart und die Augen zusammengekniffen, deshalb fotografiere ich zu dieser Zeit nicht auf offener Fläche. Wenn der späte Termin mit der Schlafenszeit kollidiert, weichen wir auf den frühen Morgen aus, wählen eine geeignete Location oder nehmen bewusst einen bewölkten Tag.

Familienshooting Outdoor im Herbst

Der Herbst ist die gefragteste Zeit für Familienfotos draußen. Das Laub färbt sich rot, orange und gelb, das Licht wird weicher, und die kühleren Temperaturen sind angenehm zum Fotografieren. Ihr könnt euch in mehreren Schichten anziehen, was zusätzliche Farbe und Struktur ins Bild bringt. Laubhaufen und Kastanien beschäftigen Kinder von allein, ohne dass jemand ihnen sagen muss, was sie tun sollen.

Der Haken ist der frühe Sonnenuntergang. Ab Ende Oktober wird es schon am frühen Abend dämmrig, das Zeitfenster wird also enger.

Outdoor Familienfotoshooting im Winter

Der Winter hat eine Ruhe, die keine andere Jahreszeit bietet. Schnee wirkt dabei wie ein riesiger Aufheller: Er wirft das Licht von unten zurück und lässt Gesichter weich aussehen, auch an einem grauen Tag. Weil die Sonne im Dezember den ganzen Tag tief steht, funktioniert ein Wintershooting sogar mittags. Mützen, Schals und Handschuhe bringen Farbe in die Bilder.

Winter-Shootings sind dafür kürzer. Kleine Kinder frieren schnell. Ich plane deshalb weniger Zeit ein, und wir arbeiten konzentrierter.

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Was ma­chen wir bei Re­gen, Wind und Hit­ze?

Ein bewölkter Himmel ist gut, und leichter Nieselregen ist machbar. Bei Dauerregen verschieben wir die Fotosession. Ihr müsst am Shootingtag also nicht auf Sonne hoffen. Ihr müsst nur wissen, wie wir mit dem Wetter umgehen.

Ein gleichmäßig grauer Himmel ist die größte Softbox, die es gibt: weiches Licht, keine harten Schatten, keine zusammengekniffenen Augen. Viele meiner liebsten Familienbilder sind an Tagen entstanden, an denen die Eltern vorher gefragt haben, ob wir lieber absagen. Bei richtigem Regen verschieben wir trotzdem, und zwar nicht wegen der Kamera, sondern weil Kinder im Nassen schnell keine Lust mehr haben.

Wind ist eher ein Frisurthema als ein Problem für das Shooting. Wehende Haare können sehr schön aussehen, und wenn der Wind zu stark wird, gehen wir in den Wald oder an eine geschützte Hausecke. Unterschätzt wird dagegen die Hitze: Bei über 30 Grad werden Kinder quengelig und die Gesichter röten sich. Dann legen wir den Termin in den späten Abend oder frühen Morgen und suchen Schatten. Kälte und Schnee sind fotografisch dankbar, verkürzen das Shooting aber. Zieht euch in Schichten an und plant bei Bedarf eine Pause im Warmen ein.

Shooting individuell gestalten

Wei­te­re Tipps und I­deen für eu­re Fa­mi­lien­fo­tos drau­ßen

Die besten Ideen für Familienfotos draußen brauchen kein Konzept, sondern eine Beschäftigung. Wer etwas tut, posiert nicht. Hier sind die Dinge, die bei mir draußen gut funktionieren.

Fotoshooting Outdoor: Passende Motive in der Natur

Die Natur stellt die Requisiten, ihr müsst nichts mitbringen. Haltet Ausschau nach Elementen, mit denen ihr etwas tun könnt: ein alter Baum, ein Holzzaun, ein kleiner Bach, ein umgestürzter Stamm, auf dem alle sitzen können. Die Jahreszeiten bieten die natürlichen Sets dazu, den Laubhaufen im Herbst, die Blumenwiese im Frühling, den gefrorenen See im Winter.

Bewegung ist dabei wichtiger als jede Pose. Ein Familienrennen, das Springen über Hindernisse, das Werfen von Blättern, Kinder auf den Schultern, gemeinsam einen Hügel hinunterlaufen. Solche Szenen liefern echte Gesichter, weil niemand Zeit hat, ein Gesicht zu machen.

Und dann gibt es eure eigenen Rituale: das Picknick auf der Decke, der Sonntagsspaziergang, das Vorlesen unter dem Baum, der Weg zum Lieblingsspielplatz. Erzählt mir vorher, was ihr als Familie draußen wirklich tut, dann bauen wir das ein.

Weitere Ideen, die nicht an einen Ort gebunden sind, also Bildstimmungen, Konstellationen und Posen, findet ihr in meinem Beitrag zu Ideen für euer Familienshooting.

Das richtige Outfit für euer Outdoor Shooting

Draußen gilt vor allem eins: Farben, die in der Natur vorkommen, harmonieren mit dem Hintergrund. Erdtöne, gedecktes Grün, Beige, sanftes Blau. Zieht euch in Schichten an, dann könnt ihr auf Wetterwechsel reagieren, und nehmt Schuhe, die für Wiese, Waldboden und Kies geeignet sind. Für die Kinder gehört Wechselkleidung dazu.

Alles Weitere zu Farben, Mustern und dem Abstimmen der Outfits untereinander habe ich im Beitrag zum Outfit für euer Familienfotoshooting zusammengefasst.

Die beste Uhrzeit: Goldene Stunde und diffuses Licht

Das Licht ist beim Outdoor Shooting entscheidend. Die schönsten Bedingungen bietet die goldene Stunde, also die ein bis zwei Stunden vor Sonnenuntergang. Das Licht kommt dann tief und von der Seite, es ist warm und weich.

Falls diese Uhrzeit nicht passt, ist das kein Problem. Ein gleichmäßig bewölkter Tag ist fotografisch oft sogar besser als strahlender Sonnenschein: Das Licht ist diffus, es gibt keine harten Schatten und keine zusammengekniffenen Augen. Und mittags oder nachmittags suchen wir Schatten, am Waldrand, unter einer Baumgruppe, an einer Hauswand. Wichtiger als das perfekte Licht ist ohnehin der Rhythmus eurer Kinder. Ein ausgeschlafenes Kind am Nachmittag macht häufig bessere Bilder als ein müdes Kind in der goldenen Stunde.

Wie ihr eure Kinder bei Laune haltet

Eure Kinder müssen nicht mitmachen. Sie müssen sich nur wohlfühlen. Ich fotografiere um sie herum, und wenn ein Kind gerade nicht will, warten wir, statt zu drängen. Was hilft:

  • Keine Erwartung aufbauen. Sagt vorher nicht „du musst nachher schön lächeln“. Sagt eher: „Wir gehen spazieren, und jemand kommt mit und fotografiert dabei.“
  • Keine Belohnung versprechen. „Wenn du lieb bist, gibt es ein Eis“ erzeugt Druck und produziert genau das gequälte Lächeln, das ihr nicht wollt.
  • Snacks und Trinken einpacken. Ein hungriges Kind ist kein fotografierbares Kind.
  • Pausen einplanen. Häufig ist bei kleinen Kindern schon nach kurzer Zeit die erste Luft raus. Dann setzen wir uns hin, und ich fotografiere die Pause.
  • Die Kinder ernst nehmen. Wenn ein Kind mir etwas zeigen will, schaue ich es an. Danach ist es fast immer kooperativ.
  • Den Termin nicht in den Mittagsschlaf legen. Müdigkeit ist der häufigste Grund, warum ein Shooting zäh wird, und der am leichtesten vermeidbare.

Was ihr mitnehmen solltet

Kurz zusammengefasst:

  • Wechselkleidung für die Kinder, gerne auch Wechselsocken
  • Snacks und etwas zu trinken
  • Eine Decke zum Sitzen
  • Sonnenschutz im Sommer
  • Mützen und Handschuhe im Winter
  • Mückenschutz an Wiesen und am Wasser
  • Das Lieblingskuscheltier, wenn eines dazugehört
  • Feste Schuhe, die sich für den Untergrund eignen

Alles andere bringe ich mit. Wenn ihr wissen wollt, wie ihr euch darüber hinaus auf euer Shooting vorbereitet, findet ihr das in meinem Beitrag zur Vorbereitung auf euer Familienfotoshooting.

Fragen, die Eltern sich stellen

Häufig gestellte Fragen zu Familienshootings outdoor

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Anja Jepsen Fotografin München

Die Autorin

Anja Jepsen

Anja Jepsen ist Fotografin in München mit Spezialisierung auf Schwangerschaft, Newborn, Baby und Familie. In über 1.000 Shootings und mehr als 7 Jahren hat sie erlebt, wie sehr Geduld und ein gutes Gefühl für den Moment zählen, gerade mit Schwangeren, Neugeborenen und kleinen Kindern. Sie ist bpp-zertifiziert und international ausgezeichnet. Über 300 Google-Bewertungen mit 5,0 Sternen bestätigen ihre Arbeit. Mehr über Anja Jepsen.