Logo Anja Jepsen Fotografie
Baby beruhigen beim Babyfotoshooting

Shooting ohne Stress und Sorgen

Wie beruhigen wir unser Baby im Neugeborenenshooting?

Anja Jepsen Fotografin München

·

Zuletzt aktualisiert am

Weinen, Hunger und kleine Unruhephasen können in jedem Newborn Shooting vorkommen. Ich zeige euch, wie ich euer Baby zur Ruhe bringe und wie ihr mich dabei am besten unterstützen könnt

Euer Baby soll sich im Neugeborenenshooting wohlfühlen: satt, warm und geborgen. Damit das gelingt, braucht es keine lange Trickliste, sondern Ruhe, ein bisschen Vorbereitung und eine Fotografin, die weiß, was ein Neugeborenes gerade braucht.

Als spezialisierte Neugeborenenfotografin mit über tausend Shootings weiß ich: Neugeborene haben ihren eigenen Rhythmus. Sie werden hungrig, brauchen eine Pause oder finden sich in der neuen Umgebung erst zurecht. Bisher habe ich in jedem Fotoshooting mit Geduld und den richtigen Techniken schöne Bilder fotografiert. Hier erfahrt ihr, welche Beruhigungsmethoden im Shooting wirklich helfen: von der Vorbereitung über die fünf „S“ nach Dr. Harvey Karp bis zu meinen Handgriffen, wenn ein Baby doch einmal weint.

Das Wichtigste vorab

Kurz zusammengefasst: So beruhigt ihr euer Baby im Newborn Shooting

Hier findet ihr die wesentlichen Inhalte des Beitrags kurz zusammengefasst:

  • Ein sattes, gewärmtes und angenehm müdes Baby ist die beste Voraussetzung für ruhige Aufnahmen im Newborn Shooting.
  • Die fünf „S“ nach Dr. Harvey Karp (Pucken, Seitenlage, Schhh-Geräusche, Schaukeln, Saugen) ahmen die Geborgenheit des Mutterleibs nach und beruhigen Neugeborene zuverlässig.
  • Monotone Geräusche wie weißes Rauschen oder ein Föhngeräusch, gedämpftes Licht und wenige Reize im Raum unterstützen die Beruhigung zusätzlich.
  • Grundbedürfnisse kommen zuerst: Hunger, eine frische Windel und Wärme werden geprüft, bevor Beruhigungstechniken zum Einsatz kommen.
  • Weint ein Baby während des Shootings, ist das normal und kein Grund für Hektik. Eine erfahrene Fotografin plant Pausen zum Füttern, Wickeln und Trösten fest ein.

Satt und müde in die Session

Die beste Vorbereitung auf das Newborn Shooting

Die beste Beruhigung beginnt vor dem Shooting. Ein Baby, das satt, gewärmt und angenehm müde ist, schläft zu Beginn der Session tief und lässt sich leichter in die typischen Neugeborenenposen legen. Die wichtigsten Punkte im Überblick, ausführlicher findet ihr sie in meinem Beitrag zur Vorbereitung eines Newborn Shootings:

  • Zeitpunkt: Legt das Shooting in eine Zeit, in der euer Baby normalerweise ausgeruht und zufrieden ist. Oft eignet sich der Vormittag.
  • Wach halten und füttern: Haltet euer Baby ein bis zwei Stunden vorher leicht wach und stillt oder füttert es kurz vor dem Termin richtig satt. Ein müdes, sattes Baby schläft zu Beginn tief und fest.
  • Warme Räume: Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren. Deshalb sollte der Raum, in dem fotografiert wird, gut geheizt sein.
  • Ruhige Atmosphäre: Gedämpftes Licht, leise Geräusche und entspannte Eltern schaffen die richtige Stimmung.
  • Leichte Kost für Stillende: Als stillende Mama meidest du vor dem Shooting besser blähende Speisen. Ein Baby, das mit Blähungen kämpft, lässt sich schwerer beruhigen und posieren.
  • Warmes Bad: Vielen Babys hilft ein warmes Bad am Morgen des Shootingtags, um zu entspannen und müde zu werden.
  • Alles griffbereit: Legt euch Windeln, Feucht- und Spucktücher, Ersatzkleidung und einen Schnuller zurecht.

Harvey Karp: Die fünf S

Unruhige Babys beruhigen: Die fünf “S” von Dr. Harvey Karp

Dr. Harvey Karp, ein renommierter Kinderarzt und Autor, hat eine Methode entwickelt, die vielen Eltern und Fotografen dabei hilft, unruhige Babys zu beruhigen. Diese Methode basiert auf den fünf “S”, die die natürlichen Bedürfnisse und Instinkte des Babys ansprechen und ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln:

  • Stramm wickeln (Swaddling): Das feste, aber sanfte Einwickeln in eine Decke oder ein Tuch simuliert die Enge im Mutterleib. Das Baby fühlt sich geschützt, unkontrollierte Bewegungen werden weniger, und es findet leichter in den Schlaf.
  • Seitenlage (Side Position): Das Baby seitlich zu halten, kann den Moro-Reflex (Schreckreflex) verhindern. Diese Position wende ich nur an, solange das Baby wach ist und ich es durchgehend mit den Händen sichere. Warum das so wichtig ist, erkläre ich im Beitrag zur Sicherheit beim Newborn Shooting.
  • Schhh… (Shushing): Vertraute Geräusche wie weißes Rauschen oder der Herzschlag der Mutter erinnern an die Zeit im Bauch und wirken beruhigend.
  • Schaukeln (Swinging): Sanfte, rhythmische Bewegungen ahmen nach, was das Baby im Mutterleib gespürt hat, und helfen ihm zu entspannen.
  • Saugen (Sucking): Der Saugreflex ist bei Neugeborenen stark ausgeprägt. Saugen am Schnuller, an der Brust oder an der Flasche spendet Trost und beruhigt.

Die Anwendung der fünf “S” erfordert etwas Geduld und Übung, kann aber sehr effektiv sein, um unruhige Babys zu beruhigen und ein harmonisches Fotoshooting zu ermöglichen.

Baby beruhigen im Shooting

Wei­te­re Tipps und Tricks für ein ent­spann­tes Shoo­ting

Neben Vorbereitung und den fünf „S“ gibt es einige Handgriffe, mit denen sich ein Baby im Newborn Shooting oder Babyfotoshooting zusätzlich beruhigen lässt. Am meisten hilft die Kombination aus einer ruhigen Umgebung und entspannten Eltern.

  • Entspannte Erwachsene: Babys spüren Anspannung. Wenn ihr angespannt seid, überträgt sich das. Atmet bewusst durch und erlaubt euch Pausen, kurze Zwischenfälle sind ganz normal.
  • Beruhigungsgeräusche: Das Summen eines Föhns oder eine White-Noise-App wirken oft sofort. Diese konstanten Geräusche erinnern an die Zeit im Mutterleib.
  • Weich und warm: Achtet darauf, dass das Baby weder friert noch überhitzt. Eine angenehme Temperatur und weiche Unterlagen tun ihm gut.
  • Nähe der Eltern: Euer Geruch und eure Stimme sind für das Baby vertraut. Bei Bedarf halten Mama oder Papa das Baby und trösten es.
  • Pucken: Das Einwickeln in eine weiche Decke gibt Geborgenheit und minimiert unkontrollierte Bewegungen.
  • Reize reduzieren: Zeigt das Baby Anzeichen von Reizüberflutung, hilft es, das Licht zu dimmen und den Raum ruhig zu halten.
  • Streicheln und sanftes Klopfen: Leichtes Klopfen am Po und Streicheln am Rücken beruhigen viele Babys.
  • Bäuerchen: Ist euer Baby unruhig, obwohl alle Grundbedürfnisse erfüllt scheinen, lohnt es sich oft, es kurz aufzunehmen und ein Bäuerchen machen zu lassen.
  • Geduld und Flexibilität: Jedes Baby ist anders. Was beim einen wirkt, muss beim anderen nicht helfen. Bleibt geduldig und probiert ruhig verschiedene Methoden aus.

Ruhig und flexibel bleiben

Was ma­chen wir, wenn das Ba­by im Neu­ge­bo­ren­en­shoo­ting weint?

Wenn euer Baby im Shooting weint, machen wir eine Pause. Das ist völlig normal und gefährdet die Aufnahmen nicht. Weinen ist die einzige Sprache, die ein Neugeborenes hat. Ich bleibe dann ruhig, gehe der Ursache nach und übernehme das Beruhigen, damit ihr euch keine Sorgen machen müsst. Bisher musste ich noch kein einziges Neugeborenenshooting abbrechen.

  • Grundbedürfnisse zuerst: Bevor wir zu Beruhigungstechniken greifen, prüfen wir das Naheliegende: Hat das Baby Hunger, eine nasse Windel, ist ihm zu kalt, muss ein Bäuerchen raus?
  • Entspannte Eltern, entspanntes Baby: Die Stimmung der Eltern überträgt sich auf das Baby. Wenn Mama und Papa entspannt und gelassen sind, wirkt sich das positiv auf das Wohlbefinden des Babys aus. Bleibt daher als Eltern ruhig und genießt das Fotoshooting.
  • Pausen einplanen: Wir nehmen uns Zeit zum Füttern, Wickeln und Kuscheln. Eine Pause ist auch der ideale Moment, um das Set zu wechseln, ohne das Baby zu stressen.
  • Positive Atmosphäre: Bewahrt eine positive und unterstützende Atmosphäre, auch wenn euch Herausforderungen begegnen. Ein Lächeln, aufmunternde Worte und eine ruhige Ausstrahlung können Wunder wirken.
  • Verschieben ist die absolute Ausnahme: Ein Shooting an einem anderen Tag fortzusetzen, war bei mir noch nie nötig. Aber es beruhigt die Eltern, zu wissen, dass ihr in jedem Fall schöne Bilder von eurem Baby bekommt.

Fragen, die Eltern sich stellen

Häu­fi­ge Fra­gen rund um eu­er Ba­by im New­born Shoo­ting

Eltern mit ihrem Baby im Babyshooting in München zu dritt

Neugeborenen- und Babyshootings

Habt ihr Interesse an einem Fotoshooting mit eurem Baby?

Wenn ihr euch für ein Fotoshooting in München oder Umgebung interessiert, findet ihr auf meiner Seite mehr Informationen.

Anja Jepsen Fotografin München

Die Autorin

Anja Jepsen

Anja Jepsen ist Fotografin in München mit Spezialisierung auf Schwangerschaft, Newborn, Baby und Familie. In über 1.000 Shootings und mehr als 7 Jahren hat sie erlebt, wie sehr Geduld und ein gutes Gefühl für den Moment zählen, gerade mit Schwangeren, Neugeborenen und kleinen Kindern. Sie ist bpp-zertifiziert und international ausgezeichnet. Über 300 Google-Bewertungen mit 5,0 Sternen bestätigen ihre Arbeit. Mehr über Anja Jepsen.